Familie-Leopold-Preis

Volkswagen Emden vergibt erstmalig Auszeichnung für kulturelle Vielfalt

(29.07.2021)

Das Volkswagen Werk Emden verleiht erstmalig den „Familie-Leopold-
Preis“ an Menschen, die sich besonders für Respekt, Toleranz, Integrität und
Weltoffenheit einsetzen oder eingesetzt haben. Eine Jury mit Vertretern aus Politik,
Kultur und Wirtschaft wählt aus den eingereichten Projekten die Besten aus. Die
ersten drei Plätze sind mit jeweils 1.500, 1.000 und 500 Euro dotiert. Bewerben
können sich Einzelpersonen und Gruppen im Alter von 16 bis 25 Jahren aus dem
Weser-Ems-Bezirk.



Das Volkswagen Werk Emden verleiht erstmalig den „Familie-Leopold- Preis“ an Menschen, die sich besonders für Respekt, Toleranz, Integrität und Weltoffenheit einsetzen oder eingesetzt haben. Eine Jury mit Vertretern aus Politik, Kultur und Wirtschaft wählt aus den eingereichten Projekten die Besten aus. Die ersten drei Plätze sind mit jeweils 1.500, 1.000 und 500 Euro dotiert. Bewerben können sich Einzelpersonen und Gruppen im Alter von 16 bis 25 Jahren aus dem Weser-Ems-Bezirk. Die Namensträger*in des Awards sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen, humanitären Leistungen im zweiten Weltkrieg die Emder Bürger Rika und Heinrich Leopold. Sie lebten bis zur Zerstörung durch einen Luftangriff 1944 in der „Kleinen Brückstraße“, die heute ein Teil der Brückstraße ist. Nach den Geschehnissen der Reichspogromnacht im November 1938 bemühte sich das Ehepaar mit damals verbotenen Hilfsaktionen um ihre ehemaligen jüdischen Mieter*innen und Nachbarn. Sie ließen sie entgegen der Anordnung der Stadtverwaltung weiter in ihrer Wohnung wohnen und versorgten auch andere jüdische Nachbarn mit Lebensmitteln. Später sendeten sie zur Unterstützung regelmäßig Pakete mit Lebensmitteln, Wäsche und Geld in die Ghettos Warschau und Lodz, wodurch ihnen kurz vor Ende des Krieges selbst eine Verhaftung drohte. Sie flohen und mussten sich bis Kriegsende im ostfriesischen Umland verstecken.


Die Bewerbungsunterlagen sowie weitere Informationen sind online über
www.volkswagen-respekt-toleranz.de abrufbar. Einsendeschluss ist der 30. Oktober 2021.

Eingereicht werden können Projekte, die bereits abgeschlossen sind aber auch Ideen, die im Zuge dieser Auszeichnung entwickelt werden. Der Preis richtet sich gezielt an Schülerinnen und Schüler und fordert dazu auf, sich mit Respekt und Toleranz auseinander zu setzten, sich mit Freunden, Bekannten und Klassenkameraden auszutauschen und ein Umsetzungskonzept zu einer Projektidee einzureichen.

Die Jury, die aus allen eingesendeten Projekten die besten drei Auswählt, besteht aus Dr. Joest Leopold, Enkel der Namensgeber, Oberbürgermeister Tim Kruithoff, Edvija Imamovic aus der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe der Stadt Emden, Rico Mecklenburg, Präsident der Ostfriesischen Landschaft, Eske Nannen, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kunsthalle Emden, Ingrid Rieken, Personalleiterin Volkswagen Emden, Michael Rieken, Leiter der Volkswagen Akademie Emden.

:: Geschichte der Familie Leopold (PDF | 1280 KiB)

:: Plakat (PDF | 2608 KB)



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Die Geschftsstelle ist weiterhin nur nach terminlicher Absprache zu erreichen



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