Weil wir die Wahl haben

metallerin 14: 100 Jahre Frauenwahlrecht

(16.10.2018) Eines der zentralen Themen der neuen Ausgabe der metallerin ist das Frauenwahlrecht. Es wird im November 100 Jahre alt.

Die Wahl zu haben: selbst zu whlen, sich zur Wahl zu stellen und sich selbst whlen zu lassen ein Recht, das fr Frauen in Deutschland am 12. November 1918 endlich Realitt wurde!

Das Recht der Frauen, zu whlen: in Deutschland gerade einmal 100 Jahre alt und nicht vom Himmel gefallen. Es war ein langer, steiniger und kmpferischer Weg, den bis dahin starke Frauen gegangen sind und in einigen Teilen der Welt nach wie vor gehen.

Bis zur gesellschaftlichen Akzeptanz musste sich das Frauenwahlrecht gegen immense
Widerstnde, gegen Vorurteile von Mnnern aber auch von Frauen durchsetzen.
Politik reine Mnnersache? Selbstverstndlich nicht! Marie Juchacz, erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung, stellt am 19. Februar 1919 klar: "Meine Herren und Damen! Ich mchte hier feststellen, dass wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverstndlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist."

Viele Frauenrechtlerinnen, insbesondere Sozialdemokratinnen und Kommunistinnen wie
Marie Juchacz, Clara Zetkin und Luise Zietz haben das aktive und passive Wahlrecht fr Frauen in Deutschland erkmpft und damit den Weg bereitet fr wichtige Meilensteine in der Frauen- und Gleichstellungspolitik.

So selbstverstndlich, wie es heute ist, verdient der Kampf und die Durchsetzung des Frauenwahlrechtes unseren grten Respekt! Das Wahlrecht fr Frauen zu wahren und auch zu nutzen, dafr stehen wir!

Allein das Frauenwahlrecht gewhrleistet keine parittische Vertretung in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag liegt heute bei gerade einmal 31 Prozent, in den Lnderparlamenten und kommunalen Gremien meist darunter. Nur ca. 30 Prozent Frauen sind in wirtschaftlichen Fhrungspositionen und nur ca. 23 Prozent in Betriebsratsgremien aktiv.

Fr uns ist es selbstverstndlich, dass Frauen berall in der Gesellschaft mitreden und mitentscheiden. Wir setzen uns ein dafr, dass die Reprsentanz von Frauen auf allen Ebenen verbessert und unsere Einflussnahme weiter ausgebaut wird da ist noch viel Luft nach oben, und dort wollen wir hin!

Wir sind die Frauen von heute und morgen berholte Frauen- und Familienbilder sowie
Rckwrtsgewandtheit und Rechtspopulismus haben bei uns keine Chance! Eine Rckabwicklung unserer Errungenschaften lassen wir nicht zu. Wir sind viele und wir wollen mehr werden also Frauen, nehmt euch die Macht!

Diesen Artikel gibt es auch in der neuen Ausgabe der metallerin, die in verschiedenen Regionalausgaben erscheint.

metallerin 14: Ausgabe Bremen als PDF
metallerin 14:Ausgabe Emden als PDF
metallerin 14:Ausgabe Hamburg als PDF
metallerin 14:Ausgabe Stralsund-Neubrandenburg als PDF
metallerin 14:Ausgabe Kiel-Neumnster als PDF
metallerin 14:Ausgabe Oldenburg-Wilhelmshaven als PDF



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